Kostenfallen – Wo sind sie zu finden?

Im Dschungel der Prepaid-Kreditkarten lauern einige Fallen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie diese umgehen können und worauf Sie dabei achten sollten.

Existieren Gebühren für die Kontoschließung?

Einige Anbieter verlangen eine Gebühr für die Schließung des Kontos oder haben besondere Anforderungen an die Art und Weise der Kündigung. Wer auf der Suche nach einer Prepaid-Kreditkarte ist, sollte neben dem Vergleich von einmaligen und laufenden Kosten auch das Kleingedruckte für die Kontoschließung lesen. So lässt sich von vornherein der Vertragsabschluss eines unerwünschten Produktes vermeiden.

Fällt die Entscheidung zur Kontoschließung während der Nutzung, sollte zeitnah in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des jeweiligen Anbieters nachgelesen werden. Ist man über die Kündigungsmodalitäten informiert, lassen sich Fristabläufe umgehen und die erwünschte bzw. geforderte Form der Kündigung einhalten.

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Wird eine Ruhegebühr nach Inaktivität berechnet?

Wird die Karte nur gelegentlich genutzt, kann es sein, dass der Anbieter nach einem bestimmten Zeitraum wie sechs Monaten oder einem Jahr eine sogenannte Ruhegebühr einfordert. Diese wird dem Karteninhaber bei weiterer Inaktivität fortan monatlich von seinem Guthaben oder Referenzkonto abgezogen.

Beispiele:

  • Kalixa Pay Prepaid Mastercard
    Nach sechs Monaten wird erstmalig eine monatliche Gebühr i.H.v. 0,99 Euro berechnet.
  • Neteller net+Prepaid Mastercard
    Bei Neteller werden nach 14 Monaten pro Monat 2,50 Euro berechnet.
  • VIABUY Prepaid MasterCard
    Hier werden 9,95 Euro pro Monat berechnet.

Ist die Rücküberweisung von Restguthaben möglich?

Nicht bei allen Karten ist eine Rücküberweisung online möglich. Bei einigen Anbietern kann das Restguthaben unterhalb einer Mindestgrenze nur per Abhebung am Automaten zurückerhalten werden oder es wird mit zusätzlichen Kosten versehen.

Beispiele:

  • Neteller net+ Prepaid Mastercard
    Eine Rücküberweisung ist möglich, kostet jedoch 7,50 Euro.
  • VIABUY Prepaid Mastercard
    Jede Rücküberweisung kostet 2,50 Euro.
  • Wirecard Bank Prepaid Trio
    Für 0,75 Euro ist eine Rücküberweisung möglich.

Bei Global MasterCard Premium, SupremaCard Prepaid MasterCard und MeineGiroKarte Prepaid MasterCard sind Rücküberweisung für je 0,60 Euro möglich.

Fallen Gebühren bei Einzahlungen an?

Um eine Prepaid-Kreditkarte nutzen zu können, muss diese aufgeladen werden. Generell ist das durch eine Überweisung von einem beliebigen Bankkonto auf das Kreditkartenkonto möglich. Leider ist dieser Vorgang nicht immer kostenlos. Beispielsweise verlangt die Wirecard Bank mit ihrem Prepaid Trio pro Überweisung 0,75 Euro.

Werden Gebühren für Kontobewegungen und Überweisungen vom Kartenkonto fällig?

Karten, die diese Funktion anbieten, verbinden diese häufig mit Gebühren. Die Beträge können sich jedoch sehr schnell summieren. Nutzen Sie daher lieber ein kostenloses Girokonto für Überweisungen. Dieses wäre auch als Guthabenkonto denkbar.

Werden Fremdwährungsentgelte für Zahlungen im Nicht-EU Ausland berechnet?

Wird die Karte im Ausland genutzt bzw. erfolgt der Einsatz in Fremdwährung, können Fremdwährungsentgelte anfallen. Bei einigen Karten lauern hier die hohen Mehrkosten. Von 0 bis 2,95 Prozent des Umsatzes ist in diesem Bereich alles möglich.

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Existiert eine Einlagensicherung?

Einige Karten haben keine Einlagensicherung. Bei einer Pleite des Herausgebers kann das gesamte Guthaben daher verloren gehen. Diese Karten sollten entweder gemieden bzw. sollte nur kurzfristig Guthaben aufgeladen werden!

Wird eine SCHUFA-Abfrage gestellt?

Generell wird bei Prepaid-Kreditkarten keine Schufa-Abfrage durchgeführt. In unserem Test erfolgt lediglich bei einer Karte die Abfrage und zwar bei der Wüstenrot Visa Prepaid, da diese ein vollwertiges Girokonto an sich bindet. Für normale Nutzer ist das kein Problem. Lediglich bei bonitätsschwachen Problemfällen wird die Kontoeröffnung nicht möglich sein.

Fallen Gebühren an, wenn das Kartenkonto als Girokonto genutzt wird?

Einige Anbieter ermöglichen es, das Kartenkonto auch als Girokonto zu nutzen. In manchen Fällen ist die Nutzung dann sogar kostenlos, sie kann aber auch mit Gebühren in Höhe von 5,00 Euro pro Monat versehen werden. Dennoch kann sich eine solche Investition lohnen wie im Beispiel der Global MasterCard Premium. Hier kann die Karte als P-Konto geführt werden. Damit ist das Guthaben innerhalb der gesetzlichen Grenzen pfändungssicher.

Existiert ein Tageslimit für die tägliche Geldabhebung am Geldautomaten (innerhalb von 24 Std.)?

Das Tageslimit ist bei einigen Karten auf etwa 500 Euro beschränkt. Will man mehr Geld pro Tag abheben, sollte ein Gespräch mit dem Kartenherausgeber geführt werden, um das Limit zu erhöhen.

Sind Prepaid-Kreditkarten mit einer Hochprägung versehen?

Die Hochprägung zählt zu den Sicherheitsmerkmalen von Kreditkarten. Für Prepaid-Kreditkarten wird sie in den wenigsten Fällen angeboten. Besitzt eine Prepaid-Kreditkarte jedoch dieses Merkmal, ist sie für den Laien schwer von einer echten Kreditkarte zu unterscheiden.

Beim Auslesen der Karte gibt sich jede Prepaid-Kreditkarte aber als solche zu erkennen, von daher unterstützt die Hochprägung vor allem die edle Optik der Karte. Der Einsatz in Ritsch-Ratsch-Geräten ist bei Hochprägung möglich, sonst leider nicht.

In unserem Test weist lediglich die VIABUY Prepaid Mastercard eine solche Hochprägung auf.

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