So lässt sich eine Kreditkarte als Ausländer beantragen

Um sich als Ausländer in Deutschland eine Kreditkarte zu beantragen, müssen mehrere Aspekte berücksichtigt werden. Die wichtigsten Fragen haben wir nachfolgend für Sie beantwortet.

Allgemeines zum Kreditkartenantrag für Ausländer

Welche Unterlagen sind allgemein für den Kreditkartenantrag notwendig?

Im Rahmen des Antrags einer Kreditkarte verlangt das betreffende Finanzinstitut in der Regel einige Unterlagen vom Kunden – das gilt auch für ausländische Antragsteller. Neben dem Antragsformular sind Kopien von zwei bis drei Gehaltsabrechnungen bzw. ein entsprechender Nachweis (Kontoauszüge) obligatorisch. Darüber hinaus muss der Antragsteller einen Personalausweis oder Pass vorlegen – entweder direkt in der Filiale oder im Rahmen des PostIdent-Verfahrens.

Welche Unterlagen benötigen Ausländer zusätzlich für einen Antrag?

Notwendig sind generell ein gültiger Personalausweis, Pass oder Reise-Pass (Kopie), die Meldebescheinigung des Einwohnermeldeamts sowie gegebenenfalls eine schriftliche Begründung des Aufenthalts. Bisweilen verlangen die Banken zusätzlich eine Arbeitserlaubnis bzw. die Zulassung zur Hochschule bei Studierenden. Darüber hinaus wird die Bonität des Antragstellers geprüft.

Woher bekomme ich eine Meldebescheinigung?

Die Meldebescheinigung lässt sich über das zuständige Bürgeramt bzw. Bezirksamt beziehen. Mit dieser Bescheinigung wird bestätigt, dass die Person unter ihrer Adresse gemeldet ist. Sie beinhaltet in der Regel den Vor- und Familiennamen, das Geburtsdatum, die Staatsangehörigkeit, die aktuelle Anschrift sowie vorhandene Titel. Für die Ausstellung wird der Personalausweis (oder Pass) und evtl. der Mietvertrag benötigt. Darüber hinaus ist die Meldebescheinigung gebührenpflichtig. Die Kosten liegen zwischen 5 und 8 Euro (Ausnahme: ALG II Antrag – dann ist die Meldebescheinigung kostenfrei). Die Ausstellung erfolgt vor Ort und sofort als Ausdruck.

Kreditkarte beantragen als Ausländer

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Was wird beim Kreditkartenantrag abgefragt?

Das Antragsformular umfasst unter anderem Angaben zur Adresse, beruflicher Tätigkeit, Geburtsdatum sowie Nettoeinkünfte. Bei einigen Anbietern wird zusätzlich nach einem Verrechnungskonto bei einer Bank gefragt. Bisweilen sind Kontaktdaten wie Telefonnummer oder E-Mail-Adresse notwendig.

Wie lange dauert der Kreditkartenantrag?

Bis der Antragsteller seine Kreditkarte in Händen hält, vergehen meist einige Tage. Insgesamt beträgt die Zeitspanne ca. 14 Tage. Jene setzt sich in der Regel aus der Bearbeitungszeit (gegebenenfalls inkl. Bonitätsprüfung), der Kartenfertigung sowie dem Versand zusammen. Die Kreditkartengeheimzahl (PIN) wird aus sicherheitsrelevanten Gründen separat per Post versendet. Das kann weitere zwei bis drei Tage dauern.

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Praxis: Kreditkarten als Ausländer beantragen

Wer als Ausländer eine Kreditkarte in Deutschland beantragen will, muss mitunter einige Hindernisse überwinden. Bei zahlreichen Banken wird ein entsprechender Antrag grundsätzlich abgelehnt oder vom individuellen Status sowie der Herkunft abhängig gemacht. Welche Optionen bleiben also?

Variante 1: Girokonto mit Kreditkarte

Ausländer, die nicht über eine deutsche Staatsbürgerschaft, aber einen (Haupt- oder Zweit-) Wohnsitz in Deutschland verfügen, können ein Girokonto eröffnen – in der Regel inklusive einer Kreditkarte. Allerdings sieht die Praxis meist vor, dass sich das Girokonto nur im Guthaben führen lässt und der ausländische Kunde nur Anspruch auf die Bankkarte (girocard) hat. Auf Dispo-Kredit oder Kreditkarte muss vielfach verzichtet werden.
Die Gebühren für Girokonto und Kreditkarte variieren je nach Finanzinstitut, sodass sich ein Vergleich der Anbieter empfiehlt.

Kreditkarten mit angeschlossenem Girokonto im Vergleich

Variante 2: Online-Anbieter

Optional bieten sich Online-Anbieter an, die zu international agierenden Finanzinstituten gehören. Für den Antrag in Deutschland verlangen jene aber ebenfalls ein inländischer Wohnsitz sowie einen gültigen Pass bzw. die Meldebescheinigung. Zudem benötigen Ausländer ggf. den Nachweis eines deutschen Girokontos sowie entsprechender Bonität.

Bei Online-Anbietern (z. B. Direktbanken) muss der Antragsteller seine Identität per PostIdent-Verfahren nachweisen. Das PostIdent-Formular lässt sich mit dem Antrag downloaden oder wird postalisch zugestellt. Mit dem Antrag sowie dem PostIdent-Formular geht es dann in eine Post-Filiale. Mittels Pass und/oder Meldebescheinigung ist die Identitätsprüfung dort durchführbar.

VISA Kreditkarten im Vergleich

MasterCard Kreditkarten im Vergleich

Variante 3: Prepaid-Kreditkarte

Mit den notwendigen Unterlagen (Pass, Meldebescheinigung) lässt sich als Alternative zur „echten“ Kreditkarte eine Prepaid-Kreditkarte beantragen. Diese Kreditkarten funktionieren auf Guthabenbasis, d. h. sie müssen vorab mit einem Geldbetrag aufgeladen werden. Wer nur gelegentlich auf die Kreditkarte angewiesen ist, kann diese Variante wählen.

Wie hoch die Gebühr für die Prepaid-Kreditkarte ist, hängt vom Anbieter ab. Meist ist ein einmaliger Betrag fällig.

Die besten Prepaid-Kreditkarten im Vergleich

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