EMV / EMVCo

EMV – Europay International, MasterCard und VISA – bezeichnet eine Spezifikation für Zahlungskarten, die mit einem Prozessorchip ausgestattet sind, und für die zugehörigen Chipkartengeräte (POS-Terminals und Geldautomaten). Die EMV-Chipkartenspezifikation wurde im Juni 2004 in einer neuen Version verabschiedet. EMV 4.1 ist dabei die Revision des 2000 verabschiedeten Standards EMV 4.0 .

Aufbau

Die EMV 4.1 ist in „Books“ unterteilt;

  • Book 1 definiert die Schnittstelle zwischen Karte und Terminal (mechanisches Verhalten, elektrisches Verhalten, Transportprotokoll) und die Application Selection (Anwendungsauswahl, für alle Karten und Terminals)
  • Book 2 – Security and Key Management (Sicherheit und Schlüssel-Handhabung)
  • Book 3 – Application Specification (Anwendungsspezifikation)
  • Book 4 – Interface Requirements (Schnittstellen-Anforderungen). Aus der Toolbox des EMV-Standards können die Systembetreiber (Zahlungsverkehrssysteme) ihre Optionen wählen, wobei der Grundgedanke ist, dass das Terminal alle angeführten Optionen unterstützen muss und für die Karte nur einzelne Optionen herangezogen werden können.

Weitere Standards der EMV sind

  • EMV contactless – Standardisierungen für kontaktlose Zahlsysteme, es beinhaltet Lesergerät-Funktionalitäten, Terminal-Funktionalitäten, Software-Spezifikationen die den Zahlvorgang auslösen usw.
  • EMV CPA 1.0 – Common Payment Application Specification
  • EMV CPS 1.1 – Card Personalization Specification

Zertifizierung – die EMV-Zertifizierung unterteilt sich in zwei Level

  • Level 1 – beschreibt Anforderungen an die Hardware bezüglich elektrischer
    Eigenschaften und der Chipkarten-Kommunikation. PCM (proximity coupling device), PICC (proximity integrated circuit card)
  • Level 2 – definiert Zahlungsabläufe, Kartenprüfungen usw.

Weiterführendes

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