Digitale Kryptowährungen

binary code tube fine 3d imageKryptowährungen sind jung, teils verspielt, zugleich milliardenschwer und kaum noch zu bremsen. Urgestein und Platzhirsch ist der Bitcoin. Die digitale Währung gab den Startschuss für eine neue Ära des Zahlungsverkehrs und hat sich in Windeseile rund um den Globus ausgebreitet. Idee: keine Banken, keine staatliche Einmischung. Das kommt bei vielen Nutzern an, weckt Begierden, macht neugierig und ruft selbstredend auch Kritiker auf den Plan. Während auf der einen Seite die Vorzüge gepredigt werden und nach und nach ein kompletter Wirtschaftszweig entsteht, sehen Zweifler die Grundfeste des Finanzsystems gefährdet. Obwohl noch keine fünf Jahre auf dem Buckel, sorgen Kryptowährungen also für reichlich Gesprächsstoff. Und da es ums liebe Geld geht, wird die Debatte noch lange anhalten.

Aktuelles zur Bekanntheit von Internetwährungen

Die Bekanntheit von Internet- und Kryptowährungen steigt kontinuierlich. So ergab eine Umfrage des Branchenverbandes Bitkom folgendes:

  • 36 Prozent der Befragten haben schon einmal von Bitcoins gehört
  • 43 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich virtuelle Währungen und Zahlungstechnologien weiterentwickeln werden
  • 52 Prozent der Befragten können sich vorstellen, Internetwährungen beim Onlineshopping einzusetzen
  • 20 Prozent der Befragten können sich die Nutzung von Internetwährungen  für Auslandsüberweisungen, Flugbuchungen und ähnliches vorstellen

Die Befragung ergab aber auch, dass die Sicherheit von digitaler Währungen noch kritisch gesehen wird:

  • 42 Prozent der Befragten gaben an, sich um ihre privaten Daten Sorgen zu machen und
  • 62 Prozent der Befragten befürchten Angriffe durch Hacker oder Viren auf ihre digitalen Geldbörsen

Anzahl der Kryptowährungen

1.293 Kryptowährungen führt das Portal Coinmarketcap.com derzeit auf. Die Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen beläuft sich dabei auf etwas mehr als 226 Milliarden US-Dollar. Davon entfallen mit 129 Milliarden US-Dollar rund 57 Prozent auf Bitcoin (Stand: 17.11.2017).

Kryptobörsen im Vergleich: Währungen, Zahlungsmethoden und Gebühren

Kryptobörse Verfügbare Währungen Zahlungsmethoden Gebühren
Anycoindirekt.eu Bitcoin, Litecoin, Ether uvm. SEPA-Überweisung, Sofortüberweisung, Giropay, TrustPay, iDEAL Abhängig vom Transaktionsvolumen (z.B. rund 20 Euro Gebühren beim Kauf von Bitcoins für 1.000 Euro)
Bitcoin.de Bitcoin SEPA-Überweisung Marktplatzgebühr: 0,8% für Express-Handel, 1,0% für SEPA-Handel
zzgl. Auszahlungsgebühr
Kraken Bitcoin, Litecoin, Ether uvm. SEPA-Überweisung Gebührenübersicht hier; 0,001 Bitcoin Auszahlungsgebühr

Wo kann ich Bitcoins kaufen?

Da das eigene Erschaffen von Bitcoins sich als unrentabel erwiesen hat, bleibt dem Interessenten mittlerweile nur der Kauf von Bitcoins auf entsprechenden Marktplätzen. Hier können Bitcoins von anderen Nutzern gekauft werden oder eigene Bitcoins zum Verkauf angeboten werden. Der Preis bestimmt sich ausschließlich aus Angebot und Nachfrage. Aber welches sind große und seriöse Bitcoin-Marktplätze?

Anycoindirekt.eu

Ein großer Bitcoin-Handelsplatz ist Anycoindirekt. Hier können unbürokratisch und schnell Bitcoins ge- oder verkauft werden. Als Zahlungsmöglichkeiten stehen hier beispielsweise Giropay, Sofortüberweisung oder SEPA-Überweisung zur Verfügung. Bei Fragen oder Problemen kann ein Mitarbeiter der Bitcoin-Börse per Live-Chat, Whats App oder Skype erreicht werden. Betreiber von Anycoindirekt ist die Phoenix Payments BV mit Sitz in Veghel (Niederlande). Bei Anycoindirekt.eu können übrigens nicht nur Bitcoins, sondern auch viele Konkurrenzwährungen (z.B. Litecoin, Ether, Peercoin) gehandelt werden.

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Bitcoin.de

Ein deutschsprachiger Marktplatz für den An- bzw. Verkauf von Cyberwährungen ist Bitcoin.de. Für jede Transaktion wird eine Marktplatzgebühr fällig. Diese beträgt 0,8% Prozent bei Nutzung des Express-Handels bzw. 1,0% bei Nutzung des SEPA-Handels. Die Gebühr teilen sich Käufer und Verkäufer. Betreiber ist hier die Bitcoin Deutschland AG mit Sitz in Herford (ein Unternehmen der Bitcoin Group SE). Gehandelt werden können hier allerdings nur Bitcoins und damit keine anderen Kryptowährungen.

Jetzt bei Bitcoin.de anmelden

Kraken

Ein weiterer ausschließlich englischsprachiger Bitcoin-Marktplatz ist Kraken. Betreiber von Kranken ist die Payward Inc. mit Sitz in San Francisco (USA). Auch hier können nicht nur Bitcoins, sondern auch zahlreiche andere Kryptowährungen (u.a. Litecoin, Ether, Peercoin) gehandelt werden. Die Höhe der Gebühren kann hier nachgelesen werden.

Aktuelle Kurse von Bitcoin, Ethereum, Ripple, Litecoin und DASH

Für die unserer Meinung nach wichtigsten Kryptowährungen Bitcoin, Ethereum, Bitcoin Cash, Ripple, Litecoin und DASH haben wir nachfolgend die aktuellen Kurse in EUR anhand der Angaben von Coinmarketcap.com für Sie aufbereitet:

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Die Geschichte digitaler Währung

Das Konzept hinter den digitalen Währungen stammt aus dem Jahr 1998. Wei Dai formulierte den Grundgedanken und machte sie über die Cyberpunk Mailingliste publik. Bis die Idee umgesetzt wurde, vergingen zehn Jahre. Aufgegriffen hat sie Satoshi Nakamato – ob es sich hierbei um eine Person oder eine Gruppe handelt, ist bis heute nicht wirklich geklärt. Er veröffentlichte 2008 das Werk „Peer-to-Peer Electronic Cash System“ über ein Bezahlsystem, das von Person zu Person funktioniert, ohne dass eine Autorität wie eine Bank zwischengeschaltet wird. Das Ergebnis war das auf Kryptographie basierende Bitcoin-Protokoll. Am 3. Januar 2009 war es dann schließlich soweit: Die ersten Bitcoins erblickten das Licht der Welt und wurden auf elektronischem Wege „geschürft“.

Dass ausgerechnet in der Zeit der Finanzkrise eine neue, ausschließlich digitale Währung aus der Taufe gehoben wurde, kommt sicher nicht von ungefähr. Das Vertrauen in den Finanzsektor war tief erschüttert. Banken hatten und haben auch heute noch einen schweren Stand. Da ist eine Währung, bei der Banken ihre Finger nicht im Spiel haben, keine Gebühren berechnen, nicht spekulieren und sich nicht auf Kosten der Kunden bereichern, gewissermaßen ein Lichtblick.

Die Funktionsweise von Kryptowährungen

Doch wie funktioniert eine solche Kryptowährung überhaupt? Wurden von heute auf morgen neue Banknoten gedruckt? Mitnichten. Kryptowährungen existieren rein digital als Datei, wenngleich zeitweise Bitcoin-Münzen angeboten wurden. Statt Euro und Cent ins Portemonnaie zu stecken, kommen Bitcoin und Co. in eine digitale Geldbörse (Wallet). Um es am Beispiel Bitcoin zu erklären:

Funktionsweise von Kryptowährungen am Beispiel Bitcoin

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Ein entsprechendes Online-Konto kann jeder binnen Minuten einrichten, ohne einen Namen oder eine Adresse nennen zu müssen. Basis sind ein öffentlicher und ein privater Schlüssel. Damit wird man automatisch Teil des Netzwerks. Der öffentliche Schlüssel wird benötigt, um Transaktionen zuweisen und prüfen zu können. Das System gleicht ab, ob die Bitcoins auch tatsächlich dem gehören, der sie an einen anderen Nutzen schickt. Die Buchung wird in einem öffentlichen und damit für jedermann einsehbaren Buchungssystem hinterlegt. Mit dem privaten Datenschüssel wird der Vorgang signiert. Damit soll verhindert werden, dass auf dem Weg von A nach B Änderungen vorgenommen werden. Die Bestätigung einer Transaktion über das Netzwerk dauert bei Bitcoin aktuell knapp zehn Minuten.

Schürfen statt Drucken

Da Kryptowährungen nicht gedruckt werden, müssen sie anderweitig „entstehen“. Im Fall von Bitcoin und vielen anderen digitalen Währungen wird nach den Einheiten gesucht respektive geschürft (Mining). Wer die virtuelle „Hacke“ schwingen möchte, muss kryptographische Aufgaben lösen. Als „Belohnung“ für das richtige Ergebnis gibt das System Bitcoins aus. Anfangs waren die Aufgaben noch deutlich leichter. Heute bedarf es weit mehr Rechenpower, um Erfolg zu haben. Nutzer können dazu Pools bilden, um schneller ans Ziel zu kommen. Teils wird auch in Grauzonen agiert, indem die Mining-Funktion zum Beispiel in kostenlosen Applikationen für Smartphones und Tablet-Pcs versteckt wird. Neuere Kryptowährungen haben das System überarbeitet, damit jeder eine Chance hat und nicht nur die Rechnerleistung zählt. Die Vergabe der Einheiten erfolgt dann mitunter nach dem Zufallsprinzip.

Börsen für digitale Währungen

Eine andere Option, um in den Besitz von digitalen Währungseinheiten zu gelangen, ist der Kauf. Für diese Zwecke haben sich Börsen etabliert. Hier muss man sich anmelden und in der Regel auch ein „echtes“ Bankkonto zur Legitimation angeben. Damit erhält die eigentlich gewünschte Anonymität einen leichten Knacks. Alternativ gibt es – allerdings nicht flächendeckend, sondern eher punktuell in wenigen Großstädten – Automaten, die Euro oder andere Währungen in Bitcoin tauschen. Oder man fragt Bekannte und Freunde nach den Kryptowährungen und einigt sich direkt über den Preis.

Mengenbegrenzung und Kursschwankungen

Die Geldmenge, die in Umlauf gebracht wird, ist bei Kryptowährungen zumeist klar umrissen. Bei Bitcoins liegt die Obergrenze bei 21 Millionen. Bis November 2012 wurden 10,5 Millionen Bitcoins ausgegeben.  Diese Zahl halbiert sich alle vier Jahre. Bis 2016 kommen demnach 5,25 Millionen Bitcoins hinzu. Die Begrenzung ist erforderlich, weil ansonsten eine inflationäre Streuung drohen würde.

Der Wert einer einzelnen Einheit, wobei Bitcoins mit acht Nachkommastellen arbeiten, ergibt sich einzig und allein aus dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Da die Nachfrage in den vergangenen Jahren stetig gestiegen ist, haben Bitcoins stark an Wert gewonnen. Die Gefahr dabei: Da es sich um einen überschaubaren Markt handelt, schlägt das Pendel selbst bei einem noch so leichten Windhauch extrem stark aus. Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt liegen nah beieinander.

Infografik: Top 10 der Kryptowährungen | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Bitcoins kaufen – ja oder nein?

Bitcoin ist die aktuell populärste Cyberwährung. Vor allem in der jüngeren Vergangenheit hat haben digitale Währungen einen buchstäblichen Hype erfahren. Die Kurse kletterten teilweise um mehrere hundert Prozent innerhalb eines Jahres. Diese Kurszuwächse locken jetzt auch immer mehr Anleger in das „coole“ Zahlungssystem. Doch eine Geldanlage in Bitcoins, Litecoins, Ether und Co. sollte trotz all der Verlockung gut überlegt sein. Insbesondere sollte sich der Anleger über die Funktionsweise und den daraus resultierenden Chancen und Risiken bewusst sein.

So funktioniert das System Bitcoin

Bitcoin (dt. „digitale Münze“) ist eine sogenannte Kryptowährung. Die Einführung des Bitcoin-Netzwerkes im Jahr 2009 war die Antwort auf die folgenreiche Finanzkrise. Ziel war es, ein Zahlungsmittel einzuführen, welches unabhängig von Regierungen und Banken funktioniert. Der Bitcoin-Kurs richtet sich nicht an andere Währungen, sondern ausschließlich an Angebot und Nachfrage. Das hat natürlich auch zur Folge, dass die Bitcoin-Kurse extrem schwankungsanfällig sind. Zweistellige Kursveränderungen innerhalb einer Woche sind hier absolut keine Seltenheit. Das System basiert im Wesentlichen auf eine von den Nutzern selbst verwaltete dezentrale Datenbank. Hier werden sämtliche Transaktionen in einer sogenannten Blockchain dokumentiert. Die Blockchain (dt. „Blockkette“) ist eine spezielle Datenbank, wo die jeweiligen Hashwerte (ähnlich einem Journal) gespeichert werden.

Es gibt dabei nur eine bestimmte Anzahl an Bitcoins. Ab einem bestimmten Zeitpunkt werden also keine neuen Bitcoins mehr generiert werden können. Eine solche Begrenzung im Rahmen einer mathematischen Formel hat natürlich Auswirkungen auf die Nachfrage. Der Handel mit Bitcoins findet grundsätzlich mittels pseudonymen Adressen statt. Eine Identifizierung der Handelspartner ist dementsprechend nicht möglich. Diese Anonymität hat in der Vergangenheit auch immer wieder Kriminelle auf den Plan gerufen.

Hat man Bitcoins gekauft, so kann man den Besitz mittels kryptographischer Schlüssel nachweisen. Die Lagerung der Bitcoins erfolgt häufig in sogenannten Wallets. Zu jeder Transaktion gibt es eine digitale Signatur und es erfolgt eine Speicherung in der beschriebenen Blockchain. Zwar besteht bis heute die theoretische Möglichkeit, Bitcoins selbst durch das Lösen hochkomplexer mathematischer Gleichungen zu erzeugen. Hierfür sind allerdings extrem leistungsstarke Computer notwendig. Im Regelfall überwiegen hier mittlerweile die Kosten gegenüber den Einnahmen. Der Bitcoin-Handel findet an den Bitcoin-Handelsplätzen wie Kraken oder Anycoindirekt statt.

Alternativen zum Bitcoin

Der Bitcoin ist zwar die populärste, längst aber nicht die einzige Kryptowährung. Da der Bitcoin gerade in jüngerer Vergangenheit mit einer Vertrauenskrise zu kämpfen hatte, wurde der Ruf nach Alternativen lauter. Bekannte Alternativen zum Bitcoin sind aktuell vor allem Litecoin, Auroracoin und Ether. Diese wollen wir kurz vorstellen:

Litecoin

Litecoin ist mit einem Marktwert von etwa 425 Millionen Dollar wohl einer der größten Bitcoin-Konkurrenten. Das Peer-to-peer Netzwerk ist hier ähnlich aufgebaut wie das von Bitcoin. Der entscheidende Unterschied ist die schnellere Transaktionsrate. Zum Vergleich: Beim Litecoin erfolgt die Signierung von Transaktionen im 2,5-Minuten-Takt (Bitcoin: alle 10 Minuten). Hiervon versprechen sich die Verantwortlichen ein höheres Maß an Sicherheit, nehmen auf der anderen Seite jedoch einen größeren Stromverbrauch in Kauf. Gerade in letzter Zeit hat der Litecoin-Euro-Kurs einen Boom erlebt. So war im März 2017 ein Litecoin noch für rund fünf Euro erhältlich. Heute (24.7.17) muss für einen Litecoin bereits ein Betrag von über 37 Euro (!) aufgewendet werden. Insgesamt ist der Litecoin-Kurs innerhalb eines Jahres um über 900 Prozent gestiegen.

Auroracoin

Eine weitere Bitcoin-Alternative ist Auroracoin. Entstanden ist diese Kryptowährung ebenfalls als Antwort auf eine Finanzkrise (in diesem Fall in Island). Auch hier kommt das Scrypt-Verfahren zum Einsatz. Die Gesamtmenge ist auf 21 Millionen limitiert. Rund die Hälfte wurde bereits erzeugt. Jeder Isländer soll 31,8 Auroracoin erhalten, wenn er sich mit seiner staatlichen Personenkennziffer verifiziert. Damit hat Auroracoin zumindest einen offizielleren „Touch“ als die Konkurrenzprodukte Bitcoin und Litecoin.

Ether

Ether ist das kryptische Zahlungsmittel von Ethereum, einer Plattform zum Ausführen sogenannter Smart Contracts (= Computerprotokolle, die Verträge abbilden). Der Kurs Ether-Euro ist innerhalb eines Jahres ebenfalls explodiert. Betrug dieser Anfang März 2017 noch rund 15 Euro, lag er heute (24.7.17) bereits bei über 195 Euro. Innerhalb eines Jahres ergab sich so eine Wertsteigerung um knapp 1.500 Prozent (!).

Weitere Bitcoin-Konkurrenten: Es gibt noch mehrere hundert weitere Alternativen zum Bitcoin. Bekannte Cyberwährungen sind unter anderem Monero, NXT, Zcash, Peercoin und XRP.

Kursentwicklung im Vergleich: Bitcoin, Litecoin und Ethereum

Kryptowährung Kurs (09.08.16) Kurs (09.08.17) Kurszuwachs (1 Jahr)
Bitcoin 526,29 Euro 2.868,00 Euro +445%
Litecoin 3,38 Euro 42,73 Euro +1.164%
Ethereum 10,96 Euro 248,13 Euro +2.164%

Quelle: Coingecko.com, eigene Berechnungen

Hunderte Währungen

Der Stein, den Bitcoin ins Rollen gebracht hat, wird dadurch jedoch nicht gebremst. Er wird immer größer und nimmt weiter an Fahrt auf. Beinahe täglich müssen Übersichten um neue Kryptowährungen ergänzt werden. Hier die wichtigsten digitalen Währungen:

Name Start Neue Blöcke (Minutentakt) Geldmenge
Bitcoin 03.01.09 10 Minuten 21 Millionen
Namecoin 18.04.11 10 Minuten 21 Millionen
Litcoin 01.10.11 2,5 Minuten 84 Millionen
Dogecoin 01.12.13 1 Minute 99 Milliarden
PPCoin 01.08.12 10 Minuten  
Peercoin 01.08.12 10 Minuten 20,9 Millionen
QuarkCoin 01.07.13 30 Sekunden 246 Millionen
Primecoin 01.07.13 1 Minute  
NovaCoin 01.10.12 2 bis zehn Minuten  
Feathercoin 01.04.13 2,5 Minuten 26 Millionen
Zetacoin 01.08.13 30 Sekunden 158 Millionen
Digitalcoin 01.05.13 20 Sekunden 200 Millionen
Stablecoin 01.06.13 40 Sekunden 250 Millionen
Infintecoin 01.06.13 30 Sekunden 9,06 * 10^18
Megacoin 01.05.13 2,5 Minuten 42 Millionen
Shillingcoin 01.01.14 10 Minuten 21 Millionen

Insgesamt gibt es weit mehr Anbieter. Hier finden Sie eine Übersicht

Risiken

Die Liste mit Kryptowährungen wird ständig länger. Jeder hat die Möglichkeit, seine eigene Währung zu platzieren. Die dafür nötigen Tools stehen online zur Verfügung. Wenn nun jeder Hinz und Kunz mit Coins um sich wirft, wird es langsam aber sicher unübersichtlich. Genau da liegt eines der Probleme. Die Akzeptanz leidet, wenn man heute nicht weiß, ob die jeweilige Währung morgen überhaupt noch „en vogue“ ist oder sich die Mehrheit der Nutzer doch für eine andere Lösung entscheidet. Es bedarf schon eines gewissen Standards, damit Kryptowährung dauerhaft zum Gold des Internets oder zum Geld der Zukunft werden.

Das weitaus größere Risiko sind allerdings die Kursschwankungen. Das gesamte Kapital in eine Kryptowährung zu wechseln, um von Banken unabhängig zu sein, kann gewaltig in die Hose gehen. Dann bleiben von 1.000 Euro vielleicht noch zwei Euro über, wenn die Währung nicht mehr gefragt ist. Oder die Börse, an der man aktiv ist, meldet Insolvenz an. Bestes Beispiel ist MT. Gox. Dann bleibt gar nichts über oder nur ein Bruchteil dessen, was man einst besessen hat. Hinzu kommen die Gefahren, die von Hackern drohen. Sie haben es bereits geschafft, ein Bitcoin-Konto zu knacken. Um es auf den Punkt zu bringen: Abgesehen von der Verschlüsselung gibt es keinen Sicherheitsanker. Geht eine Bank den Bach runter, greifen zumindest in Europa Einlagensicherungsfonds.

Chancen

Die Risiken dürfen die Chancen allerdings nicht komplett in den Schatten stellen. Denn Kryptowährungen haben durchaus etwas für sich. Digitale Währungen, die nur als Dateien existieren, sind für den Onlinehandel prädestiniert. Vor Ort beim Bäcker oder in der Kneipe werden Bitcoin, Litecoin und alle anderen Kryptowährung es vermutlich schwer haben – nicht nur jetzt, sondern auch in naher Zukunft. Für Versandhändler öffnet sich hingegen eine völlig neue Tür. Banken und Kreditkartenunternehmen halten ihre Hände für jede Transaktion auf. Das schmälert den Gewinn. Bei Kryptowährungen fallen in der Regel keine Gebühren an. Hier liegt die große Chance, wenn sich der Markt nicht in zu vielen Währungen verzettelt. Denn kein Händler wird Dutzende Optionen zur Auswahl stellen, um dann an einer Börse Coins in Bares zu wechseln. Zudem muss der Staat mitspielen. Denn auch Gewinne, die nicht in Euro, sondern in Bitcoins erzielt werden, unterliegen der Steuerpflicht.

Fazit

So viel und so intensiv über Kryptowährungen diskutiert wird, hat man den Eindruck, es handle sich um ein altbewährtes und schon lange am Markt etabliertes Konzept. Dabei steckt das gesamte System noch in den Kinderschuhen. Neue digitale Währungen feilen immer weiter an den Schwachstellen ihrer Vorgänger. Sei es an der Verteilung der Einheiten oder dem enormen Stromverbrauch durch das Schürfen. Ob neu dann auch besser ist, muss sich zeigen.

Aktuell dreht sich fast alles nur um Bitcoins, auch wenn die Alternativen immer weiter nach vorne drängen. Dabei stehen vorerst noch Spekulation und Gewinnstreben im Vordergrund, weniger der Grundgedanke, Banken das Wasser abzugraben. Ganz übernehmen werden die Kryptowährungen den Geldmarkt wohl nie. Menschen sehen nicht nur gerne, was sie haben. Sie möchten es auch in die Hand nehmen. In dem Sinn können 20 Bitcoin auf dem Display des Smartphones mit einem Bündel Euro nur bedingt konkurrieren.

Kryptowährungen erfreuen sich nach wie vor einer großen Beliebtheit. An den utopischen Kurszuwächsen in den vergangenen Monaten und Jahren lässt sich der andauernde Hype um Bitcoins, Litecoins und Co. bereits erkennen. Fraglich ist, wie lange dieser Hype noch fortdauern wird. Ohne Zweifel haben Anleger hier die Chance auf eine äußerst profitable Rendite. Man sollte sich allerdings über das überdurchschnittliche Verlustrisiko bewusst sein. Außerdem kommt ein Bitcoin-Besitzer nicht wie bei konventionellen Anlageformen in den Genuss der staatlichen Einlagensicherung. Der Handel mit Kryptowährungen findet auf den Cybermarktplätzen wie Bitcoin.de, Kraken oder Anycoindirekt.eu statt.

Hier eine Übersicht weiterer Kryptowährungen (Stand Ende März 2014), ohne jede Gewähr auf Vollständigkeit:

Bitcoin, Litecoin, Peercoin, DogeCoin, Shillingcoin (SHI), Auroracoin, Nxt, Mastercoin, Quarkcoin, Feathercoin, Novacoin, VertCoin, Darkcoin, InfiniteCoin, WorldCoin, MegaCoin, Mintcoin, SpainCoin, Devcoin, ZetaCoin, AnonCoin, MoonCoin, Dimecoin, Terracoin, IXCoin, Particle, Digitalcoin, Freicoin, Reddcoin, Unobtanium, Kittehcoin, CryptogenicBullion, HoboNickels, Mazacoin, BitBar, Execoin, Leafcoin, BBQCoin, Karmacoin, Netcoin, Sexcoin, Extremecoin, Flappycoin, ASC, LottoCoin, Yacoin, EarthCoin, Gamecoins, ElaCoin, Bytecoin, NobleCoin, KlondikeCoin, Argentum, Diamond, Junkcoin, LuckyCoin, Nyancoin, Teacoin, RonPaulCoin, CHNCoin, JouleCoin, Piggycoin, QQcoin, KrugerCoin, COIN, RoyalCoin, AstroCoin, Smartcoin, eToken, PWC, AlphaCoin, FrankoCoin Namecoin, AmericanCoin, Bitgem, Cosmoscoin, CraftCoin, CasinoCoin, Emerald, FastCoin, GrandCoin, Gilcoin, Globalcoin, Galaxycoin, Hypercoin, Lebowskis, Mincoin, NanoToken, Nibble, NoirBits, PhenixCoin, StableCoin, Spots, StarCoin, PrimeCoin, YBCoin, Doubloons, EZCoin, FlorinCoin, GoldCoin, MemeCoin, MasterCoin, XenCoin, Android Token, MCX, CopperLark, ColossusCoin, TagCoin, ALP, BET, BUK, CAP, Cloudcoin, Pennies, CIN, CopperBars, Deutsche eMark, DSC, Datacoin, ELP, GRW, I0C, ISK, LK7, NEC, NIB, Networkcoin, Orbitcoin, PhilosopherStone, PeopleCoin, ProtoShares, PayCoin, Richcoin, RealCoin, RedCoin, SAV, SC, SLL, SecureCoin, TEK, Tickets, UFC, ZcCoin, CryptsyPoints, NYM, OSC, BillionCoin, BeaoCoin, CatCoin, FireFlyCoin, Frozen, Lovecoin, Incakoin, Tigercoin, Fedoracoin, BCX, OnlineGamingCoin, Xivra, Cagecoin, Velocitycoin, Graincoin, FourtyTwoCoin ,BFC, Bountycoin, FRE, BTR, MemoryCoin, TeslaCoin, XRP, Blakecoin, PixelCoin, Cash, mcxBUX, DigiByte, Continuumcoin, Maxcoin, CON, ICN, Reddcoin, RPD, Unitary Status Dollar eCoin, UltraCoin, Myriad, SKC, ATP, PAND, PENG, CACHeCoin, CNOTE, FOX, FRQ, Globe, Huntercoin, MRC, MTC, OLY, PMC, PRC, Q2C, Riecoin, SOC, WIKI, Counterparty, ANT, FRY, Gridcoin, STC, TTC, UNI, Zedcoin, BTQ, MTS, PHO, MIM, CGA, WOLF, MED, DUCK, FSC, RUBY, VEN, PCC, BEN, SVC, HKC, Suncoin, PI, SYN, BC, BLK, KRN, IQD, ZEIT, ALB, NRS, HVC, GRUMP, LDC, YIN, PANDA, MVC, Takcoin, C2, YANG, GPUC, GPU, LGBT, POT, AIR, TRL, EMC2, Electronic Benefit Transfer, RQC, APP, GHC, SAT, APH, DIEM, HPC, BELI, BTCS, EMO, PT, GAC, HIC, BLTZ, PLNC, SLOTH, Topcoin, FLT, SLR, AAA, GNS, MRS, BEA, IPC, HIRO, 888, EFL, GRCE, PAWN, XSV, BAT, Popular Coin, NYC, DOPE, BELA, LYC, CESC, FRX, 365, GER, ECC, RT2, FAIL, MPL, SHA, BONES, PTC, FAC, SHC, PLC ,DMC, PND, RBBT, SRR, BTL, BNS, CARB, YACC, BEL, PCN, ANI, DOUG, LPC, LTB, O2O, PWNY, SPH, STA, UN, VGC, VOLT, XDC, POC, ISR, H2O, RAIN, WATER, GRS, CorgiCoin.

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