bunq Green Card

Vorteile

  • Karte aus Metall
  • pro 100 Euro wird ein Baum gepflanzt
  • automatische Kategorisierung der Ausgaben
  • kann mit jeder Bank verknüpft werden
  • 10 kostenfreie Abhebungen pro Monat weltweit
  • ausschließlich per App nutzbar
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Konditionen - bunq Green Card - Stand: 18.01.20

Allgemeines

Herausgebendes Kreditinstitut
bunq
Bezeichnung
Green Card
Kreditkartengesellschaft
Mastercard
Kartentyp
Debit-Card
Zinsfreies Zahlungsziel (bis zu...)
-
Anzahl der Akzeptanzstellen
44 Millionen
Kontaktloses Zahlen (NFC)
PayPass
Girokonto inklusive?
nein
Eigenes Kartendesign möglich?
nein
SCHUFA-Abfrage bei Antrag?
nein
Postident bei Kontoeröffnung?
nein
VideoIdent bei Kontoeröffnung?
nein

Grundgebühren

Kreditkarte

Grundgebühr 1. Jahr für Hauptkarte
99,99 €
Grundgebühr ab 2. Jahr für Hauptkarte
99,99 €
Grundgebühr für Partnerkarte
keine Partnerkarte erhältlich
Kosten für Ersatzkarte
89,00 €
Gebühr für Kontoschließung
kostenfrei
Gebühr für Rücküberweisung von Restguthaben
nicht möglich

Guthaben- und Soll-Zinssätze

Kreditkarte

Guthabenzins auf dem Kreditkartenkonto: 0,00%
Soll-Zins auf dem Kreditkartenkonto: 0,00%*
* Sollzinssatz beim Dispokredit, Zinssatz variabel, Kreditsumme abhängig von persönlicher Bonität, vierteljährliche Abrechnung

Einsatzentgelte

Tageslimits

Tageslimit für bargeldlose Zahlungen
kein Limit
Tageslimit für Bargeldabhebung im Inland
kein Limit
Tageslimit für Bargeldabhebung im Ausland
kein Limit
Aufladung von Guthaben möglich
nein

Entgelte für Bargeldabhebungen an

- institutsinternen Geldautomaten
k.A.
- anderen Geldautomaten im Inland
min. 0,99 € (keine prozentuale Gebühr)
- anderen Geldautomaten im Ausland
min. 0,99 € (keine prozentuale Gebühr)

Entgelte für bargeldlose Zahlungen

- im Euro-Raum
k.A.
- im sonstigen Ausland
k.A.

Fremdwährungsentgelt

- Fremdwährungsentgelt
k.A.

Überweisungen

Übertragung Guthaben Karte zu Karte möglich
nein
Überweisungen vom Kartenkonto möglich
nein
Kosten für Rückbuchungen
nicht möglich

Bonussysteme und Versicherungen

Sicherheitsmerkmale

Hochprägung
nein
CVC-Code auf Rückseite
ja
Name des Karteninhabers eingeprägt
nein
Sicherheitschip
ja
MasterCard Secure Code / Verified by Visa (3D Secure)
ja
Transaktions-Details per SMS
nein
Transaktions-Details per Mail
nein

Einlagensicherung und Haftungslimit

Erweiterte Einlagensicherung
-
Zusätzliches Sicherungssystem
-
Maximale Haftung
50,00
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Die bunq Green Card im Test

Unser redaktioneller Test zur Green Card

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Kartenantrag

„Eine grünere Welt. Ohne jeglichen Aufwand.“ Mit diesem Versprechen geht die bunq Green Card an den Start. Klingt gut und kann relativ leicht umgesetzt werden: Wer mit der MasterCard von bunq dazu beitragen möchte, dass die Welt etwas grüner wird, muss den Antrag per App stellen. Denn während man die Konten des niederländischen Anbieters online beantragen kann, ist die Green Card – Kosten: 99,99 € pro Jahr – nur über die Applikation erhältlich.

Die App steht in den großen App-Stores zum Download parat. Sobald sie installiert wurde, wählt man „bunq Karten“ und im Anschluss die „Green Card“. Von da ab werden dann Punkt für Punkt die persönlichen Daten erfasst: Vorname, Name, Geschlecht und das Geburtsdatum. Im Anschluss muss die Mobilfunknummer hinterlegt werden, an die ein Bestätigungscode geschickt wird, den die App im nächsten Schritt abfragt.

Legitimation

Es folgt die Legitimation. Dazu muss mittels App unter anderem ein Foto vom Personalausweis oder dem Reisepass gemacht werden. Dieser Vorgang wird von bunq sehr genau erklärt und ist relativ unkompliziert. Man sollte allerdings die entsprechenden Papiere zur Hand haben, um den Antrag für die bunq Green Card nicht zu unterbrechen. Doch selbst das stellt kein Problem dar, weil man jederzeit wieder dort ansetzen kann, wo man zuvor aufgehört hat.

bunq Kontoinhaber

Ist man bereits Mitglied bei bunq bzw. hat dort ein Konto eröffnet, kann man die Green Card auch ganz einfach aus der App heraus bestellen, ohne erneut persönliche Daten hinterlegen zu müssen. Die Jahresgebühr bleibt unverändert bei 99 Euro.

Onlinebanking

Ein Onlinebanking im klassischen Sinne gibt es für die bunq Green Card nicht. Zwar hat bunq inzwischen eine Web-App etabliert. Die ist vorerst allerdings nur für Kunden, die ein Girokonto des Anbieters nutzen. Inhaber einer Green Card, die kein bunq Konto eröffnen möchten, bleibt daher nur die mobile Applikation für das Smartphone oder den Tablet-PC, um die MasterCard Kreditkarte zu verwalten.

Die App bietet eine Reihe von Funktionen, die das Leben einfacher machen sollen. Dazu zählt unter anderem die Kategorisierung der Ausgaben über die bunq Statistiken. Dadurch hat man jederzeit – und überall – im Blick, wann und wofür man Geld mit der Green Card ausgegeben hat. Wer möchte, kann auch eine Übersicht der Umsätze erstellen und herunterladen.

Optisch ist die App ansprechend. Viel wichtiger aber: Die Applikation lässt sich leicht bedienen und bietet eine komfortable Menüführung. Allerdings gilt auch hier: Man braucht ein paar Minuten, um sich zurechtzufinden. Danach sollte es keine Schwierigkeiten geben und kann man ohne langes Suchen den kompletten Funktionsumfang nutzen.

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Zahlungsverkehr

Für den Zahlungsverkehr ist man mit der bunq Green Card sowohl national als auch international bestens gerüstet. Es handelt sich um eine MasterCard, die nicht aus Kunststoff, sondern nachhaltig und deutlich länger haltbar aus Metall gefertigt wurde. Die MasterCard Kreditkarte von bunq kann in Apple- und in Google-Pay eingebunden werden, bietet die Option, kontaktlos zu bezahlen, und selbstverständlich auch die Möglichkeit, Geld am Automaten abzuheben.

Zahlungen in Euro sind kostenfrei. Nutzt man die bunq Green Card im Ausland, wird der „echte Wechselkurs“ veranschlagt. Das heißt, bunq berechnet bei der „grünen“ MasterCard kein Auslandseinsatzentgelt. Dadurch spart man laut Aussage des Unternehmens auf Reisen bis zu 3,0 Prozent.

Für Barverfügungen gilt, unabhängig davon, ob man ein bunq Konto hat oder nicht: Die ersten zehn Transaktionen je Monat sind kostenfrei. Anschließend berechnet bunq eine faire Pauschale von 0.99 Euro je Vorgang – und zwar unabhängig davon, ob man in Deutschland, der Schweiz, Österreich oder in den USA Geld abhebt.

Zahlungsabwicklung

Da man die Green Card mit und ohne bunq Girokonto nutzen kann, muss man ein wenig unterscheiden. Mit Girokonto von bunq werden die Zahlungen über das bunq-Konto verrechnet. Ohne bunq-Mitgliedschaft muss man vorher Geld einzahlen. Dazu stehen mehrere Möglichkeiten zur Wahl. Erfolgt die Gutschrift über eine Kreditkarte, fallen Gebühren an. Die Höhe richtet sich danach, ob es sich um eine EU- oder um eine Nicht-EU-Karte handelt. Bei EU-Karten beträgt die Gebühr 0,5 Prozent, bei Nicht-EU-Karten 2,5 Prozent. Ebenfalls zu beachten. Höhere Guthaben ab 100.000 Euro kosten eine Aufbewahrungsgebühr von 3,0 Cent pro Tag und 1.000 Euro.

Zahlungsziel

Die bunq Green Card funktioniert als Debit Kreditkarte, bei der sämtliche Zahlungen direkt über das bunq Konto oder das vorab eingezahlte Guthaben abgewickelt werden. Ein Zahlungsziel und Sollzinsen sind somit nicht zu beachten. Bunq weist explizit darauf hin, dass es sich um eine echte Kreditkarte handelt – wenngleich ohne Mitgliedschaft ein Guthaben übertragen werden muss.

Zinsen

Das Thema Zinsen kann man bei der bunq Green Card komplett ausklammern. Es werden weder Sollzinsen berechnet noch Habenzinsen gutgeschrieben.

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Sicherheit / Einlagensicherung

Die Einlagensicherung der bunq Green Card entspricht den Vorgaben der Europäischen Union. Die Absicherung der Einlagen erfolgt über das niederländische Einlagensicherungssystem (DGS) und umfasst 100.000 Euro je Kunde.

Was die Sicherheit der Kreditkarte betrifft, gibt es keine Schwachstellen. Die Karte verfügt über die hinlänglich bekannten Sicherheitsmerkmale wie den Card Validation Code (CVC) und einen modernen Chip, der Langfingern und Betrügern das Leben schwer macht. Zum sicheren Umgang mit der Green Card von bunq tragen darüber hinaus die Push-Benachrichtigungen bei, die bei jeder Transaktion verschickt werden.

Online-Zahlungen sind zusätzlich abgesichert: mit dem MasterCard Identity Check. Sobald man online eine Zahlung in Auftrag gibt und die Kreditkartendaten hinterlegt, muss die Transaktion über die App bestätigt werden – zum Beispiel per Hand Scan oder mit dem Fingerabdruck. Das entspricht dem aktuellen Stand der Sicherheitsbemühungen seitens der Banken und Kreditkartenunternehmen.

Sollte man dennoch Probleme haben, lässt sich die Karte über die App einfrieren bzw. sperren. Das ist wichtig, weil ab der Sperre die Haftung aufseiten des Kunden maximal 50 Euro beträgt.

Bonus, Rabatt, Cashback

Die bunq Green Card bietet einen Bonus, der eher ungewöhnlich ist. Normalerweise buhlen Kreditkarten mit Nachlässen bzw. Prozenten um Kunden. Bei der Green Card sind es Bäume. Je 100 Euro Umsatz wird ein Baum gepflanzt. Im Zusammenhang mit bunq Premium sind es sogar zwei Bäume pro 100 Euro, die mit der MasterCard Kreditkarte ausgegeben werden.

Versicherungsleistungen

Leistungen aus dem Versicherungssegment sind bei bunq nicht im Leistungskatalog enthalten.

Gesamtfazit

Angesichts der Debatte um Umwelt- und Klimaschutz ist die bunq Green Card sicherlich eine lobenswerte Idee. Bäume zu pflanzen, wenn Kunden mit der MasterCard Kreditkarte shoppen, darf man getrost als innovativ bezeichnen. Allerdings ist dieses Engagement auch mit Kosten verbunden. Die bunq Green Card kostet 99 Euro pro Jahr – eine Gebühr, für die man sonst deutlich mehr Leistungen erhält, insbesondere im Bereich Versicherungen.

Betrachtet man lediglich den Antrag und die App, bewegt sich die bunq Green Card auf einem sehr guten Niveau. Das gilt insbesondere für die Übersichtlichkeit und die Handhabung. Woran es hapert: vernünftig aufbereitete Informationen. Wer sich im Vorfeld näher mit der nachhaltigen Kreditkarte von bunq befassen möchte, muss sich mit englischen und teils auch niederländischen Hilfstexten auseinandersetzen. Hier könnte bunq etwas kundenfreundlicher agieren. Ansonsten ist die MasterCard ein schickes Zahlungsmittel aus Metall – mit Bonus für die Umwelt.

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