Reisezahlungsmittel

Wenn es um die beliebtesten Reiseziele der Deutschen geht, stehen Länder außerhalb der EU in der Top-10-Liste. Für den Reisenden stellt sich damit auch immer die Frage nach dem richtigen Zahlungsmittel. Bargeld, Reisescheck oder Kreditkarte – was ist nun besser?

Bargeld

Grundsätzlich ist es riskant, größere Mengen an Bargeld bei sich zu tragen. Wer ausgeraubt wird oder sein Portemonnaie verliert, bekommt den Verlust nicht ersetzt. Besser ist es, soviel Bares mitzunehmen, dass man den ersten Urlaubstag bequem um die Runden kommt.

Wer schon daheim sein ganzes Urlaubsbudget in die fremde Währung umtauscht, nimmt vermutlich Verluste in Kauf, da die Wechselkurse in diesem Fall am Reiseziel wesentlich günstiger wären als daheim in Deutschland.

Reisescheck

Alt bewährt ist das Reisen mit Travellerchecks. Sie gelten als sehr sicher, da direkt nach Erhalt auf ihnen unterschrieben werden muss. Will der Reisende die Schecks im Urlaubsland einlösen, muss er eine zweite Unterschrift für den Vergleich leisten. Reiseschecks können bei jeder beliebigen Bank im Ausland eingelöst werden, so ist man ähnlich liquide wie mit Bargeld. Gehen Schecks verloren oder werden gestohlen, werden sie ersetzt, und zwar innerhalb von 24 Stunden. Gegenüber Kreditkarten haben Reiseschecks jedoch den Nachteil, dass sie zum einen etwa zehn Tage vor Reiseantritt beantragt werden müssen und zudem eine Wechselgebühr von ein bis zwei Prozent anfällt. Nicht für jede Währung können die Schecks ausgestellt werden und die Rechnungsunterlagen sollten sicherheitshalber getrennt aufbewahrt werden.

Kreditkarte / Bankkarte

Zur Grundausstattung im Reisegepäck gehört in jedem Fall eine Kreditkarte. Die VISA-Card genießt weltweite Akzeptanz und gilt als sicheres Zahlungsmittel. Bei Verlust der Karte liegen die Haftungsgrenzen sehr niedrig, eine neue Karte kann auch im Ausland zügig und unkompliziert ausgestellt werden. Mit Kreditkarte sind Reisende unabhängig von Bargeld und flexibel. Bei Bedarf können zudem zusätzliche Serviceleistungen in Verbindung mit der Karte gewählt werden. Dazu gehören beispielsweise Reiseversicherungen. Hinzu kommt, dass ein Mietwagen zum Beispiel auch im Ausland nur mit einer Kreditkarte ausleihen lassen, es sei denn, man ist gewillt, hohe Kautionen zu hinterlegen.

Weltweit kostenlos Bargeld abheben mit der richtigen Kreditkarte

Achtung jedoch auf versteckte Kostenfallen! Sind Kreditkarten kostenlos, muss das nicht auch im Ausland gelten. Unterschiede gibt es für Reisende innerhalb und außerhalb der EU, sodass es sich lohnt, das Kleingedruckte unter die Lupe zu nehmen. Einige Anbieter verzichten auf Kosten bei der Abhebung von Bargeld innerhalb der Länder, die den Euro als Währung haben. Außerhalb der EU fallen für das Abheben von Bargeld möglicherweise Kosten an. Mit der richtigen Auswahl seiner Kreditkarte können Urlauber solche unnötigen Kosten aber umgehen. Wer eine Visa-Karte bei der DKB oder bei der comdirect bank hat, wird nicht mit Provisionen belastet. Mit der Mastercard auch im Ausland kostenlos abheben können Kunden der Netbank – zwar nur fünf Mal im Monat, dafür aber weltweit.

Teuer und nicht zu empfehlen sind Banken wie die Berliner Sparkasse oder die Berliner Volksbank. Sie verlangen für den Bargeldbezug im Ausland Gebühren in Höhe von 7,50 EUR.

Wer seine Kreditkarte im Ausland als Zahlungsmittel nutzen möchte, sollte sich vorher bei seiner Bank erkundigen, ob dafür Gebühren entstehen und wie hoch diese sind. Wird in Fremdwährung bezahlt, muss die heimische Bank die Beträge erst in Euro umrechnen – viele Geldinstitute lassen sich das bezahlen.

Vor Reiseantritt sollten Urlauber zu ihrer eigenen Sicherheit zwei Dinge nicht vergessen: Falls die Kreditkarte tatsächlich verloren geht oder gestohlen wird, sollte die Telefonnummer für eine telefonische Sperrung immer zu Hand sein. Zudem macht es Sinn, von allen wichitgen Reisedokumenten, dazu gehören auch Kreditkarte oder Bankkarte, Kopien anzufertigen und diese bei einer Vertrauensperson daheim lagern. Für den Fall eines Verlustes oder Diebstahls kann dies sehr hilfreich sein.

Unser Tipp

Reisende sollten immer auf mindestens zwei Zahlungsmittel zurückgreifen können, so gleichen sich auch die jeweiligen Nachteile aus. Reiseschecks sollten bereits in der entsprechenden Landeswährung ausgestellt werden und etwas Bargeld sollte das Portemonnaie immer füllen. Empfehlenswert ist es, die Zahlungsmittel dicht am Körper und wenn möglich getrennt voneinander aufzubewahren.

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