Dynamische Währungsumrechnung (DCC) – Wechselkursfalle im Ausland!

Weltweit kann mit Kreditkarte oder ec-Karte bezahlt werden, vollkommen gleich, ob es sich um eine VISA- oder MasterCard-Kreditkarte handelt. Jedoch müssen Reisende Obacht geben, denn in Ländern mit Fremdwährung kommt der Wechselkurs ins Spiel und das kann für Betroffene teuer werden. Wer an Bargeldautomaten bspw. in der Schweiz, Großbritannien oder der Türkei die falsche Taste am Automaten bedient, wird eine böse Überraschungen erleben.
Grund dafür ist ein neues Abrechnungsverfahren, was Geldabheben am Automaten zu einer kostspieligen Angelegenheit machen kann. Dabei ist die Rede vom DCC-Verfahren – einer dynamischen Währungsumrechnung.

Das DCC- (= Dynamic Currency Conversion-) Verfahren

Kreditkarte liegt auf GeldautomatentastaturDie Dynamic Currency Conversion ist ein System, welches den elektronischen Währungstausch am Point of Sale ermöglicht, sozusagen ein Währungsumtausch-System. Das System räumt dem Endkunden die Wahl ein in der Abrechnungswährung der eingesetzten Kreditkarte zu zahlen bzw. Bargeld zu beziehen, anstatt in der lokalen Abrechnungswährung des Kooperationspartners im Ausland. Während des Zahlungsvorganges mittels Kreditkarte wird dem User der Währungskurs der anerkannten ausländischen Abrechnungswährungen angezeigt. Die Entscheidung für eine Währung liegt beim Endkunden. (siehe BS Card Service)

Die Verbreitung der dynamischen Währungsumrechnung entwickelt sich stetig. Derzeit unterstützt der DCC -Service 24 der weltweit am meisten akzeptierten Währungen, so CyberSource: „The DCC service currently supports 24 of the world’s most widely accepted currencies […]“

Die Qual der Wahl: Mit oder ohne Umrechnung?

Kartenlesegeräte wie Automaten erkennen umgehend anhand integrierter Daten auf den Kredit- oder ec-Karten, in welcher Landeswährung die Kreditkarte geschaltet ist. Daraufhin wird der Wechselkurs von der aktuellen Landeswährung zum Euro (kommt der Besitzer aus einem Euro-Währungsland) berechnet. Ist der verwendete Automat bereits an das DCC-System angeschlossen, werden Automatennutzer gefragt, nach welchem System die Auszahlung des angeforderten Geldes stattfinden soll. Zwei Optionen stehen dann zur Verfügung: „Mit Umrechnung“ bzw. „Ohne Umrechnung“.

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„Ohne Umrechnung“

Kontoauszug Papier mit GebührenauflistungEntscheidet man sich für die Option „ohne Umrechnung“ wird man im Folgenden gefragt, ob ein flexibler Wechselkurs gewünscht wird. Die Belastung des eigenen Kontos findet so in der Landeswährung statt bspw. in türkischen Lira oder Schweizer Franken. Erst im jeweiligen Heimatland, gehen wir von einem Euro-Währungsland aus, wird die zuständige Bank einen realistischen und nachvollziehbaren Wechselkurs auf diese Beträge erheben und entsprechend berechnen. Gebühren können ebenso anfallen, jedoch scheint diese Vorgehensweise für Außenstehende nachvollziehbarer und transparenter. 

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„Mit Umrechnung“

Anders sieht das aus, wenn User am Automaten die Option mit Umrechnung wählen. Auf die Frage nach einem festen Wechselkurs erhält der Karteninhaber vom Automaten die Betragsanzeige in Euro-Währung. Kunden fühlen sich dabei natürlich auf der sicheren Seite.

Tipp

Aber Obacht: Ein fester Wechselkurs muss nicht unbedingt gleichzeitig der günstigste sein, ganz im Gegenteil! Selten entsprechen sie den aktuellen und günstigsten Umrechnungskursen.

Betreiber, die ihre Automaten bzw. Kartenlesegeräte mit dem DCC-System ausgestattet haben, können eigene Umrechnungskurse festlegen und zusätzliche Gebühren erheben. Das Ergebnis ist: Zurück von der Dienstreise oder aus dem Urlaub, finden sich auf der Kredit- oder ec-Kartenabrechnung plötzlich sehr viel höhere Beträge als erwartet.

Tipp

Unsere Redaktion rät demnach zur Variante „Ohne Umrechnung“. So sparen Sie u. U. Kosten und verlieren nicht den Überblick über anfallende Kosten und Gebühren, Umrechnungskurse etc.

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