Bei Dell kann jetzt mit Bitcoin bezahlt werden 

Der Siegeszug des Bitcoin als Zahlungsmittel geht weiter, nun will auch der Computerhersteller Dell den Bitcoin als Zahlungsmöglichkeit anbieten. Wie das Unternehmen auf dem eigenen Blog bekanntgab, kann dort jetzt „digital mit digital“ gekauft werden, „Now you can buy digital with digital“. Was sich fast wie ein Werbespruch für den Bitcoin selbst anhört.

Dell arbeitet mit Coinbase zusammen

Wie Dell u.a. schreibt, wird „die weltweit am weitesten verbreitete digitale Währung als Kauf-Option auf Dell.com für Verbraucher und kleine Unternehmen in den USA angeboten. Wir freuen uns, Ihnen die Wahl und Flexibilität mit dieser Zahlungsoption zu bieten, mit unserem Partner Coinbase“.

Wie Dell weiter schreibt, wurde die Integration der Zahlung mit dem Bitcoin in nur 14 Tagen zusammen mit Coinbase durchgeführt. „Wir haben eine enge Partnerschaft mit dem Dell-Team gefördert und dies hat dazu beigetragen, dass die Integration von Coinbase in so kurzer Zeit bereits läuft. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und das Team weiter darin zu unterstützen, wie sie andere Möglichkeiten mit noch mehr Funktionalität bieten können, wenn es um Bitcoin-Zahlungen geht“, wird Fred Ehrsam, Co-Founder von Coinbase, im Dell-Blog zitiert.

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Zahl der großen Anbieter mit Bitcoin-Akzeptanz wächst

Dell reiht sich mit dem Anbieten des Bitcoin als Zahlungsmöglichkeit ein in mehrere größere Unternehmen, die sich dem Bitcoin geöffnet haben. Sowohl der US-Versandhändler Overstock wie auch das Onlinereisebuchungsportal Expedia akzeptieren den Bitcoin bereits. Overstock in allen Bereichen, Expedia bislang bei den Hotelbuchungen, doch aufgrund des Erfolgs der Bitcoin-Integrierung dürften beim Reisebuchungsportal  bald weitere Bereiche mit einer Bitcoin-Akzeptanz folgen.

Expedia wie Overstock arbeiten, wie Dell, mit Coinbase zusammen.Weitere große Anbieter, die den Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren, werden vermutlich nachziehen.

Wie das Bezahlen mit dem Bitcoin abläuft

Das Bezahlen mit BTC soll dabei laut Dell ganz einfach sein:

„Der Prozess der Auswahl der Produkte und Dienstleistungen auf Dell.com bleibt gleich für alle Benutzer von Bitcoin. Sobald Sie Ihre Auswahl getroffen haben und Sie bereit sind einen Kauf zu tätigen, fügen Sie einfach die Elemente zu Ihrem Warenkorb hinzu und wählen Bitcoin als Zahlungsmethode. Die Zahlung senden Sie von Ihrem Bitcoin-Wallet, mithilfe der generierten Bitcoin-Adresse, durch Scannen des QR-Codes von Ihrem Smartphone oder mit Hilfe eines Coinbase-Accounts.“

Einfacher geht es wirklich nicht und man merkt, dass sich Dell dabei einiges gedacht hat und nicht einfach nur sagt: Ok, jeder, der mit dem Bitcoin bezahlen möchte, muss dafür auch einen Account bei Coinbase haben. Die Möglichkeiten auf Dell.com mit dem BTC zu bezahlen, sind damit vielfältig. Jeder Bitcoin-Nutzer kann so seine ganze eigene Methode nutzen und muss nicht zwangsläufig einen Coinbase-Account eröffnen.

Unternehmen in den USA sind Wegbereiter des Bitcoin

Europa erweist sich nach wie vor als rückständig, wenn es um das Bezahlen mit dem Bitcoin geht. Während US-Unternehmen längst den Weg des Wagnises gegangen sind wie Overstock, Dell und Co. den Bitcoin als Zahlungsmöglichkeit einzuführen, hinken die Unternehmen diesseits des großen Teichs immer noch hinterher.

Warum dies so ist, kann nur vermutet werden, doch die höhere Risikobereitschaft der US-Bürger könnte eine wichtige Rolle dabei spielen, dass die Unternehmen in den USA zum Wegbereiter des Bitcoin geworden sind, während europäische Unternehmen weiter auf die üblichen Zahlungsmethoden setzen.

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Mit dem Bitcoin als Zahlungsmöglichkeit auf Kundenfang?

Immer mehr große Unternehmen integrieren den Bitcoin in ihr System, damit die Kunden mit der digitalen Währung bezahlen können. Was für die einen wie eine Spielerei aussehen mag, hat handfeste betriebswirtschaftliche Gründe. Ein Unternehmen, welches die Kryptowährung als Zahlungsmethode zulässt, stellt sich damit nach außen zugleich als fortschrittlich und innovativ dar, und zieht damit auch genau solche Kunden an, denen beide Punkte wichtig sind beim Kauf, sowohl im Internet wie im Handel vor Ort.

Ob jetzt die Riesenumsätze mit dem Bitcoin gefahren werden in den kommenden Monaten oder Jahren, ist dabei zweitrangig. Viel wichtiger ist, dass die Unternehmen damit Flagge zeigen: Wir gehen mit der Zeit, wir gehen in die Zukunft und wir öffnen uns frühzeitig neuen Möglichkeiten.

Warnungen vor dem Bitcoin bereits verpufft?

Da der Bitcoin weiter in einer Erfolgsspur ist, stellt sich die Frage, was mit den ganzen Warnungen hinsichtlich der digitalen Währung ist? Sind diese mittlerweile verpufft? Oder werden sie weniger wie bisher gehört?

Aus den USA dringen solche Warnungen nicht mehr zu uns durch, nur in Europa kommen noch Warnungen auf, wie die der EBA, der Europäischen Bankenaufsicht. Diese hat in einer Anfang Juli dieses Jahres veröffentlichten Studie Banken und Institutionen vor dem Bitcoin gewarnt. Der Grund für die Warnung vor der bekanntesten aller virtuellen Währungen: die immer noch fehlende länderübergreifende Regulierung.

Das Zauberwort Regulierung

Die Bankenaufsicht und viele andere Institutionen rufen nach einer Regulierung des Bitcoin, als wäre dies ein Zauberwort, bei dem sie nur mit den Fingern zu schnippen bräuchten und alles ist so, wie sie es haben wollen. Der Bitcoin aber ist eine unabhängige Währung, die aus einem Grund entwickelt wurde: Eine Währung abseits aller Regulierungen und abseits aller Notenbanken und Regierungen dieser Welt zu bieten.

Damit stellt sich hier die wesentlichste aller Fragen: Wie will man etwas regulieren, das unabhängig ist und niemandem gehört? Dies würde zugleich bedeuten, dass das Schürfen des BTC reguliert werden könnte und sogar müsste, und es somit eine Notenbank, eine Regierung oder eine Bankenaufsicht geben würde, welche bestimmt, wer wann und wie viele Bitcoins schürfen darf.

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Die Unabhängigkeit des Bitcoin wäre damit Geschichte, und es würden Menschen und Institutionen an den Fäden der virtuellen Währung ziehen, die nicht immer nur Gutes im Sinn haben, wenn es um Finanzen geht. Deshalb ist es wichtig, dass der Bitcoin und andere Kryptowährungen keiner Regulierung seitens Notenbanken und Regierungen unterliegen, sondern weiter frei zu haben und frei zu schürfen sind. Trotz des Hauptarguments für die Regulierung, das gerne eingeworfen wird, die hohe Kursvolatilität.

Kursschwankungen bleiben das Problem

Die Kursvolatilität ist das Problem, welches den Bitcoin heute begleitet und auch in der Zukunft eine Begleiterscheinung der digitalen Währung bleiben wird. Dies ist der Preis der Freiheit des Bitcoin, den Anleger zahlen und Unternehmen in Kauf nehmen müssen, welche den Bitcoin als Zahlungsmethode integrieren.

Gerade die hohe Kursvolatilität ist es aber, welche den Bitcoin für viele so interessant und attraktiv gemacht hat. Es sind hohe Gewinnmargen drin, wenn man den BTC zur richtigen Zeit kauft und zu passenden Zeit wieder verkauft. Kauft man jedoch zur falschen Zeit, wenn der BTC-Kurs hoch ist und verkauft zur Unzeit, wenn der Bitcoin einen niedrigen Kurs hat, kann man viel Geld verlieren.

Hier ist jedoch keine Regulierung gefragt, sondern das Risikobewusstsein der Anleger, welche auf den Bitcoin setzen. Wer sein Geld nur sicher anlegen möchte und keine Risikobereitschaft hat bei seiner Anlage, der sollte dringend die Finger lassen vom Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Wer aber ein gutes Maß an Risikobereitschaft mitbringt und dazu nur das Geld anlegt, welches er übrig hat, der kann mit dem Bitcoin zur rechten Zeit hohe Gewinnmargen erzielen. Sparer jedoch, die nicht viel Geld übrig haben, um es auf die hohe Kante zu legen, sollten sich andere Anlagemöglichkeiten als den Bitcoin und Co. suchen!