Logo der bisher größten Bitcoin-Börse: MtGoxDer Fall um die Abschaltung der bislang weltweit größten Bitcoin-Börse Mt.Gox wird immer mysteriöser. Es mehren sich die Anzeichen, zumindest wenn man neuesten Veröffentlichungen im Internet trauen kann, dass die Pleite von Mt.Gox ein Schwindel ist. Bislang soll es keinen Nachweis über die Transaktionen geben, die bei der Tauschplattform für Bitcoins angeblich verschwunden sein sollen. Nachdem Mt.Gox.com erst keine Auszahlungen mehr vornehmen ließ und einige Tage später die komplette Seite vom Netz nahm, kamen erst spärliche Infos seitens der Betreiber um  Mt.Gox-Chef Mark Karpeles, wenige Tage später meldete die Börse Insolvenz an.

Seitdem ist nicht klar, wo die Bitcoins im Wert von 6,5 Milliarden Yen, umgerechnet gut 46 Millionen Euro, eigentlich hin verschwunden sind. Während die Bitcoin-Börse Flexcoin, die kurz nach Mt.Gox die Tore schließen musste, von Anfang an Klartext sprach und auch offen Informationen darüber erteilte, was sie über den Diebstahl wusste, hielt sich Mt.Gox bedeckt und erteilte zudem den eigenen Mitarbeitern einen Maulkorb.

Mt.Gox hüllt sich in Schweigen

Wurden die Bitcoins gar nicht gestohlen, sondern befinden sich auf Konten von Mark Karpeles? Dies ist die große Frage, denen die Ermittler im Falle der Mt.Gox nun nachgehen werden müssen. Karpeles selbst sowie Mt.Gox hüllen sich in Schweigen. Nachfragen des US-Magazins „Forbes“ an den Mt.Gox-Chef blieben ohne Antwort. Doch wie das Magazin weiter berichtet, soll es ein Angebot eines Hackers mit dem „nanashi__“ gegeben haben, der im Internet ein Datenpaket mit 20 Gigabyte zum Kauf angeboten haben soll, mit Daten von Mt.Gox.

Große Auswahl aus mehr als 80 Kreditkarten

Die Pleitegeschichte um die Bitcoin-Börse wird damit immer seltsamer. Bereits von Anfang an mehrten sich die Gerüchte, dass irgendwas nicht stimmen könnte bei Mt.Gox, auch befeuert durch die Tatsache, dass die Betreiber der Plattform nicht mit offenen Karten spielten. Anfangs war deshalb auch nur von einem Bug die Rede, der technische Probleme bereiten würde. Als sich die Schlinge dann immer weiter zuzog um Mt.Gox wurde aus den durch den Bug verursachten Problemen plötzlich ein Datendiebstahl im großen Stil. Wirklich glaubwürdig kamen Karpeles und Co. damit auch nicht mehr aus der Nummer raus.

Die letzte Nachricht an die Nutzer der Tauschplattform stammt vom 8. März dieses Jahres, dort wird nur vor Spammails gewarnt. Weitere Angaben hat Mt.Gox nicht gemacht, die Vorwürfe gegen den eigenen Chef, Mark Karpeles, bleiben damit weiter im Raum stehen. Wo sich Karpeles derzeit aufhält und ob er noch in Japan verblieben ist, ist ebenfalls unklar.

Bitcoin-Kurs zeigt sich unbeeindruckt

Während die Geschichte rund um Mt.Gox zeigt, wie angreifbar der Bitcoin ist, zeigen sich die Anleger, die auf die virtuelle Währung setzen, inzwischen immer weniger beeindruckt von der ganzen Thematik. Nachdem der Bitcoin noch rund um den Auszahlungsstopp unter 100 Euro je Bitcoin gefallen war, ist der BTC-EUR inzwischen wieder deutlich gestiegen.
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Auch heute befindet sich der Bitcoin wieder im Plus, wie die aktuelle Entwicklung des BTC-EUR zeigt. Bei der Eröffnung lag der BTC noch auf 453,3900 Euro, nachdem der Schlusskurs gestern noch auf nur 421,8100 Euro gelegen hatte. Inzwischen ist die Bitcoin auf 452,2900 Euro gestiegen, was ein Plus von 30,4800 Euro und damit 7,23 Prozent bedeutet. Das bisherige Tagestief lag indes mit 95,8917 Euro sogar unter der 100 Euro-Marke, das Hoch mit 506,4400 Euro mehr als fünf Mal so hoch.

Bitcoin Kursentwicklung BTC-EUR der letzten Tage

Datum

Eröffnung

Tageshoch

Tagestief

Schluss

02.03.2014

434,00

621,46

359,12

444,22

03.03.2014

470,00

665,53

369,89

435,54

04.03.2014

445,34

715,84

370,38

495,00

05.03.2014

534,09

759,94

401,00

656,44

06.03.2014

517,96

722,77

395,03

526,00

07.03.2014

410,00

720,15

402,63

525,00

08.03.2014

479,23

617,13

369,70

488,94

09.03.2014

551,26

588,79

394,41

449,00

10.03.2014

580,00

680,00

412,89

421,81