InfoDie Paymey GmbH stellte am 25.03.2015 durch den Geschäftsführer Tobias Pfütze den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Ausserdem gab er bekannt, dass eine Fortführung des Geschäftsbetriebes unmöglich sei. Mehr dazu im Interview von Seedmatch mit Tobias Pfütze

Paymey im Test

Was sind die Vorteile von Paymey?

paymey logoBargeld, Kartenzahlung, Online-Bezahlsysteme – all dies vereint die Mobile Payment App Paymey. Das kostenlose System kombiniert App, QR-Code sowie hinterlegten Kontodaten. Wie von ähnlichen Lösungen gewohnt, eignet sich Paymey sowohl für Zahlungen im Handel als auch im Internet.

Die Verwendung in der Praxis verspricht anwenderfreundliche Schlichtheit: Online scannt der Kunde nach Auswahl des entsprechenden Paymey-Zahlungsverfahrens per Smartphone einen speziell erzeugten QR-Code von der Browser-Oberfläche. Danach bestätigen, fertig. Im Handel generiert der Anwender per App einen einmalig gültigen Barcode, welcher danach an der Kasse gescannt wird. Clou: Per Quickphone Transfer lässt sich prinzipiell Geld von einem zum anderen User übertragen. Wie das geht, erklärt das nachfolgende Video von Paymey:

Momentan wird Paymey nur für das iPhone bzw. iPad angeboten (ab iOS 6.0 aufwärts). Optimiert ist die Variante für das iPhone 5. Im nächsten Stadium sind Apps für andere Betriebssysteme (Android, Windows Phone) geplant. Außerdem auf der Liste: Geldtransfer per SMS und QR-Pay. Apropos: In die Entwicklung von Paymey können Nutzer per Crowdfunding über seedmatch.de investieren.

Paymey beantragen

Die Vorteile von Paymey

  • Für Kunden kostenfrei
  • Online- und offline zahlen
  • Geldtransfer zwischen Nutzern möglich
  • Keine Weitergabe von sensiblen Daten
  • Zahlen per QR-Code Scan und PIN-Bestätigung
  • Girokonto als Referenzkonto hinterlegen
  • Investition per Crowdfunding in das Bezahlsystem möglich

Alle Konditionen im Überblick

Allgemeines

Metadaten
Bezeichnung Paymey
Anbieter Paymey GmbH
Typ App + QR Code + PIN
System Paymey App
Verwendung
Apps iOS (6.0+), Android (angekündigt Q1-Q2 2014)
Endgeräte Smartphones bzw. Smart-Devices mit den genannten Betriebssystemen und Kamera
Akzeptanz derzeit gering
Handel k. A., Paymey kooperiert u. a. mit dem Kassensystem-Anbieter TCPOS
Bargeldverfügung

Alle Gebühren im Überblick

Grundgebühren
Kosten für die App 0,00 €
Jahresgebühr 0,00 €
Jahresumsatz
Mahnungsgebühr
Ersatzgebühr
Aufladung
Aufladegebühren
Aufladung per Banküberweisung
Aufladung per Gutschein
Aufladung per Sofortüberweisung
Weitere Auflademöglichkeiten
Bezahlung
Kontaktlose Zahlung 0,00€
Nutzung in Fremdwährung nach Kurs
Überweisung
Rücklastschrift 7,00€
Fehlgeschlagene Abbuchung 5,00€
Lastschrift 0,00 € – Referenzkonto bei Paymey hinterlegt
Geldübertragung von Kunde zu Kunde kostenfrei

Wo lässt sich mit Paymey zahlen?

Derzeit befindet sich das System in der Einführungsphase. Die App lässt sich erst seit dem 8. Januar 2014 im Apple App Store downloaden. Zwar erhielt Paymey nach eigenen Aussagen von einem weitestgehend positiven Feedback, doch für eine objektive Einschätzung müssen zunächst mehr Kooperationspartner gewonnen werden. Entsprechende Gespräche mit potentiellen Geschäftskunden laufen. Eine Softwareschnittstelle (API) für Geschäftskunden und Betreiber von Online Shops ist bereits zugänglich. Bereits praxistauglich ist der Smartphone-zu-Smartphone-Transfer.

Wer sind die wichtigsten Partner und Netzwerke von Paymey?

Bisher bekannt ist, dass Paymey hinsichtlich künftiger Bankdienstleistungen mit der net-m privatbank 1891 AG kooperiert. Damit soll das Produktportfolio ausgeweitet werden und die „Regulierungshürde für Zahlungsdienstleister“ meistern. Für die sichere Zahlungsabwicklung arbeitet Paymey mit PAY.ON zusammen. Genutzt wird nach Angaben des Berliner Startups eine Server-Infrastruktur, die nach ISO 27001 und ISO 9001 zertifiziert ist und die Sicherheitsstandards nach PCI-DSS erfüllt. Das QR- und Barcode-System sowie der Prototyp der Zahlungsinfrastruktur stammen von attendra, einem Spezialanbieter für industrielle Bildverarbeitung aus Tübingen.

Wer steckt hinter Paymey?

Paymey ist ein 2013 gegründetes Startup-Unternehmen aus Welzheim (40 km östlich von Stuttgart) mit Sitz in Berlin. Gründer des mPayment-Anbieters ist Tobias Pfütze. Eine Besonderheit von Paymey ist die bisher sehr erfolgreiche Finanzierung über die Crowdfunding-Plattform Seedmatch.

Welche Gebühren gibt es bei Paymey?

Gute Nachricht für Nutzer der Paymey-App: Prinzipiell keine. Die AGB weisen lediglich Gebühren für fehlgeschlagene Abbuchungen, Rücklastschriften sowie eine Dokumentengebühr aus. Zahlungsvorgänge oder der Geldtransfer sind kostenfrei. Kostenpflichtig ist hingegen der Geldempfang (Verkaufen): 1,20% (min. 0,35€) sind pro Verkauf oder Geldempfang zu erstatten. Unternehmen, die höhere Umsätze generieren, können sich ein individuelles Angebot erstellen lassen. Liegen die Monatsumsätze mit Paymey zwischen 25.001 und 50.000 Euro sind z. B. 1,00% + Festgebühr möglich, ab 50.000 Euro 0,80% + Festgebühr.

Paymey beantragen

Wie sicher ist Paymey?

Hinsichtlich des Datentransfers sind Nutzer von Mobile-Payment-Systemen wie Paymey auf der sicheren Seite. Sensible Kundendaten werden nicht an Händler bzw. Empfänger weitergegeben. Paymey ist praktisch als Zahlungsvermittler zwischengeschaltet. Für die Sicherheit der Daten greift Paymey auf eine ISO 27001 und ISO 9001 zertifizierte Server-Infrastruktur von PAY.ON zurück. Unterm Strich also eine vergleichsweise sichere Sache.

Wie lässt sich mit Paymey zahlen?

Derzeit wird ein Referenzkonto (z. B. das eigene Girokonto) bei Paymey hinterlegt und die Abrechnung bei Bezahlvorgängen erfolgt als Lastschrift.

Welches Potential hat Paymey?

Mit Blick auf die avisierten Partner und das Vertrauen der Nutzer, die direkt in die Paymey-Plattform investieren, kann das Angebot mehr als eine interessante Alternative auf dem Markt werden. Pluspunkte sind außerdem die prinzipiell einfache Handhabung sowie die geplanten Entwicklungsstufen. Auf der anderen Seite fehlen momentan Belege für die Anwendbarkeit in der Praxis.

Paymey mit QR-Code

Wie lässt sich Paymey einrichten?

Die Registrierung erfolgt idealerweise über das Smartphone oder am Rechner. User müssen ihre Kontaktdaten sowie eine bestehende Bankverbindung angeben und dann den Anmeldevorgang beenden. Außerdem muss natürlich die App auf dem Smartphone installiert werden.

Was kann die Paymey-App?

  • Zahlungen on-/offline vornehmen
  • Geldtransfer
  • Transaktionshistorie

(Mario Hess)

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