Apple Pay im Test

Was ist Apple Pay?

Lange mussten sich Apple-Fans gedulden und immer wieder die Frage stellen: Wieso sich Apple eigentlich nicht als Mobile Payment-Anbieter zu den bereits bekannten Anbietern gesellt, die schon seit geraumer Zeit mit der entsprechenden NFC-Technologie das kontaktlose Zahlen ermöglichen? Die Antwort könnte lauten: „Was lange währt , wird gut.“

Am 9. September 2014 wurde auf dem iPhone-Event in den USA nun das neue Zahlungssystem von Apple – Apple Pay – vorgestellt. Das Entscheidende dieser Technologie von Apple ist, dass es das kontaktlose Bezahlen tatsächlich schon in der Gegenwart bzw. nahen Zukunft, unkompliziert und vor allem sicher für User des iPhone 6, iPhone 6 Plus und der Apple Watch (ab 2015) möglich macht. 

Apple als Mobile Payment Anbieter mit Apple Pay hat den richtigen Zeitpunkt abgewartet und schafft es einmal mehr, für jede Menge Aufregung zu sorgen. Weltweit bekannte Kreditkartenunternehmen wie VISA, MasterCard und American Express sind bereits auf den Zug aufgesprungen und werden mit Apple und dem neuen Bezahlsystem „Apple Pay“ arbeiten. Im Oktober 2014 soll Apple Pay in den USA an Start gehen. 

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Die Vorteile von Apple Pay

  • Keine aufwendige Registrierung nötig
  • Bei Verlust oder Diebstahl keine Sperrung der Kreditkarten nötig
  • Virtualisierung der Kreditkarte – wird über iPhone kontaktlos
  • Sicher durch Tokenization – statt Kreditkartendaten wird zugewiesener Code gespeichert
  • Weitere Sicherheit durch Apple TouchID
  • Keine Datenspeicherung
  • Keine Einsicht in Kreditkartendetails 
  • Vereinfachte Anwendung der NFC-Technologie
  • Kooperation mit VISA, MasterCard, American Express
  • Sicherheit durch Vorgabe einer Entfernung von 10 Zentimetern zur Nutzung von NFC-Technologien

Alle Konditionen im Überblick

Allgemeines

Metadaten
Bezeichnung Apple Pay
Anbieter Apple
Typ kontaktlos per NFC, virtueller Kreditkarte
System  iOS8
Verwendung
Apps Passbook
Endgeräte iPhone 6, iPhone 6 Plus, Apple Watch, integrierter NFC-Chip
Akzeptanz 220.000 Geschäfte (USA), Online-Reservierungsportale, Vergnügungsparks
Handel Mc Donald, Starbucks, Subway, Macy´s, Sephora, Open Table, Instacard etc.
Bargeldverfügung

Alle Gebühren im Überblick

Grundgebühren
Kartengebühr 0€
Jahresgebühr 0€
Jahresumsatz abhängig von Karte
Mahnungsgebühr abhängig von Karte
Ersatzgebühr abhängig von Karte
Aufladung
Aufladegebühren 0€
Aufladung per Banküberweisung
Aufladung per Gutschein
Aufladung per Sofortüberweisung
Weitere Auflademöglichkeiten
Bezahlung
Kontaktlose Zahlung ja mit NFC
Nutzung in Fremdwährung abhängig von Karte
Überweisung
Rücklastschrift abhängig von Karte
Lastschrift

abhängig von Karte

Geldübertragung von Kunde zu Kunde noch nicht möglich

Wo lässt sich mit Apple Pay zahlen?

Das kontaktlose Bezahlsystem von Apple Pay geht ab Oktober 2014 in den USA an den Start. Eine baldige Einführung in Europa wurde bereits angekündigt für das Jahr 2015. Die Aussichten der Umsetzung sind vielversprechend, da vor allem die großen Kreditkartenunternehmen wie VISA, MasterCard und American Express die Kooperation mit Apple bereits bestätigt haben. Die Voraussetzungen für Europa sind gut, weil MasterCard bereits begonnen hat die NFC-Technologie mit mpass einzuführen. Bis 2018 sieht das Kreditkartenunternehmen vor, jegliche Karten-Terminals in Europa für die NFC-Technologie tauglich zu machen.

In den USA kann mit dem iPhone 6 und iPhone 6 Plus bereits 

  • in Restaurants wie Mc Donald, Starbucks, Panera Bread, Subway oder bei Restaurant-Online-Reservierungssystemen wie Open Table sowie  
  • Geschäften wie Nike, Sephora, Macy´s etc. oder  auch 
  • in Disney Parks

bezahlt werden. Insgesamt gibt es derzeit circa 220.000 Geschäfte in den USA, die die Bezahlung mit Apple Pay bereits ermöglichen. Einen bedeutsamen Vorsprung erlangt Apple Pay durch die Tatsache, dass es bereits im E-Commerce und ebenso von Drittanbietern genutzt werden kann. Denn Apple Pay hat die Hoheit über die Hardware selbst (anders als z. B. im Fall des Google Wallet oder PayPal).  

Video: Mobile Payment „Apple Pay“ mit dem iPhone bezahlen

Wer steckt hinter Apple Pay?

Apple Inc. ist eines der global bedeutendsten Unternehmen der USA mit Hauptsitz in Cupertino/ Kalifornien. Apple Inc. stellt Computer, Smartphones, Betriebsysteme, Anwendungssoftware und Unterhaltungstechnik her. Sehr bekannt sind jegliche „iGeräte“ vom Smartphone über MP-Player und Uhren. Im Jahr 1976 gründete Steve Jobs das Unternehmen, welches inzwischen milliardenschwere Umsätze macht.   

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Welche Gebühren gibt es bei Apple Pay?

Händler müssen mit dem kontaktlosen Bezahlsystem von Apple mit den allgemein gültigen (eventuell leicht rabattierten) Transaktionsgebühren rechnen. Diese können je nach Kartentyp bis zu drei Prozent betragen. Zudem verlangt Apple eine Provision in Höhe von 0,15 Prozent pro Transaktion laut einem Bericht der Financial Times.

Wie sicher ist Apple Pay?

Apple Pay wird als äußerst sicheres und ausgeklügeltes Bezahlsystem eingeschätzt.

Tokenization

Das beginnt bei einem Verlust oder Diebstahl der iGeräte: Kreditkarten müssen in derartigen Fällen nicht mehr gesperrt werden. Schutz bietet der Vorgang der Tokenization sowie die mögliche Suche der Geräte mit Hilfe der iCloud. Durch die Virtualisierung der Kreditkarte (im Passbook hinterlegt) sind Kartendaten für Dritte nicht mehr einsehbar.

Secure Element

Die neuen Apple Geräte (ab dem iPhone 6) nutzen zudem das Secure Element. Dieser geschützte Speicherbereich, in dem alle für eine Bezahlung notwendigen Daten hinterlegt sind, befindet sich nicht mehr auf der SIM-Karte, sondern ist direkt im Gerät integriert. Das Thema Datenschutz ist ebenso abgefasst. Apple verspricht seinen Anwendern, dass Daten weder auf dem Gerät noch online gespeichert werden. Eine zusätzliche Authentifizierung erfolgt per TouchID und der Eingabe einer PIN.   

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NFC-Chip im iPhone funktioniert nur mit Apple Pay 

Es klingt so einfach: Ich ziehe meine Smartphone, z.B. mein iPhone 6 aus der Tasche, halte es im Supermarkt, im Kino, an der Tankstelle oder im Restaurant an die Kasse und innerhalb von Sekunden ist der Zahlungsvorgang abgewickelt. So zumindest beschreibt Apple sein Zahlungssystem Apple Pay. Doch damit baut Apple natürlich auch eine Wand zu anderen Systemen auf.

Zwar sind in den neuen iPhones endlich NFC-Chips eingebaut, was für die Nutzer dieser Smartphones eine große Bandbreite in Sachen Mobile Payment bieten würde. Nur leider hat Apple gleich eine Schranke eingebaut: Nur wer sich bei Apple Pay anmeldet, kann mit dem iPhone 6, dem iPhone 6 Plus und der Apple Watch überhaupt mobil bezahlen. Für andere Systeme als Apple Pay kann der Chip nicht genutzt werden. Das Unternehmen strebt damit mit seinem neuen Zahlungssystem eine Art „Alleinherrschaft“ an, wenn es um das mobile Bezahlen mit dem iPhone und der Watch geht. Zumindest für das erste Jahr, ob sich der NFC-Chip nach Ablauf dieser Zeit auch bei Drittanbietern nutzen lässt, ist laut cnet.de noch nicht bekannt

Sicherheitslücken bei der NFC-Technologie aber scheinbar nicht bei Apple Pay

Bereits seit geraumer Zeit musste sich der Nahfunk (Near Field Communication = NFC) die Kritik gefallen lassen, nicht die optimale Sicherheit bieten zu können. Bei Tests konnten in Umgebung von Kreditkarten, die mittels des NFC-Chips zum kontaktlosen Bezahlen verwendet werden, Daten ausgelesen werden.

Zahlungsdienste schieben dieser Möglichkeit jedoch mittlerweile meist einen einfachen Riegel vor: sie senden nicht die Kreditkartendaten und die Daten des zahlenden Kunden an die Kassensysteme, sondern lediglich die Daten, welche für den jeweiligen Zahlungsvorgang benötigt werden. Apple Pay wird hierbei ein hoher Grad an Sicherheit bescheinigt seitens Sicherheitsexperten, auch aufgrund eines weiteren Aspekts, der die Sicherheit beim Bezahlen mit Apple Pay zusätzlich erhöht. 

Fingerabdruck bei Apple Pay

Zudem geht das US-Unternehmen neben der Verschlüsselung der Daten noch einen sehr wichtigen Schritt weiter: Apple steigt nicht nur in das Mobile Bezahlen ein, sondern bringt gleich noch den Hammer dazu in Sachen Sicherheit. Wer mit seinem iPhone der neuesten Generation oder mit der Apple Watch bezahlen möchte, bei dem reicht nicht das einfache Übertragen der Daten aus. Zur Authentifizierung beim Mobile Payment wird beim Apple Pay der Fingerabdruck benötigt. 

Wie lässt sich Apple Pay bestellen?

Ein weiterer Vorteil von Apple Pay ist die vereinfachte Anwendung des Bezahlsystems, was theoretisch von 800 Millionen iTunes-Nutzern in den USA genutzt werden kann. Das gilt auch für Anwender, die bisher nicht mit der NFC-Technologie in Berührung gekommen sind. Einzige Voraussetzung bleibt natürlich, dass der User im Besitz eines solchen Gerätes sein muss. 

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