VISA

Schon Anfang der 50er Jahre kamen die ersten Kreditkarten auf den Markt. Nur knapp zwei Jahrzehnte später, 1970, gründete sich die National Bank Americard, die aber bereits sechs Jahre später ihren Namen wechselte in VISA Card. Visa gibt als Kreditkartengesellschaft selbst keine Karten aus, dafür sind die Mitgliedsbanken zuständig. In Deutschland sind dies mittlerweile etwa 2500 Partnerbanken und -sparkassen, wobei jedes Mitgliedsinstitut sowohl die Karte als auch die Konditionen selbst gestaltet. Deshalb lohnen sich detaillierte Vergleiche vor einem Kreditkartenantrag.

Vier Visa-Kreditkarten-Typen können grundsätzlich differenziert werden:

Visa-Classic-Kreditkarten

Die Visa-Classic-Karte kann flexibel genutzt werden für Offline- und Online-Zahlungen. Im Geschäft autorisiert sich der Kreditkarteninhaber per Unterschrift oder PIN-Eingabe, am Geldautomaten muss immer die PIN eingegeben werden, um einen missbräuchlichen Gebrauch zu verhindern.

Visa Gold Kreditkarten

Die Visa Gold Karteeignet sich für Personen, die sich beruflich oder privat oft im Ausland bewegen. Sie besitzt einen höheren Verfügungsrahmen und wird bei Verlust oder Diebstahl binnen 48 Stunden ersetzt. Je nach Anbieter beinhaltet die Visa Gold Karte diverse Zusatzangebote und Versicherungsleistungen.

Visa Electron Kreditkarten

Die Visa Electron Karte kann sowohl als Debitkarte ausgegeben werden als auch als Kredit- oder Prepaidkarte. Bei über 5,2 Millionen Händlern weltweit kann sie als bargeldloses Zahlungsmittel eingesetzt werden. Das Electron-Zeichen kennzeichnet die Akzeptanzstellen. Im Internet kann sie ebenso verwendet werden. Bargeld bekommen Karteninhaber an knapp einer Million Geldautomaten. Die Autorisierung erfolgt durch Unterschrift oder PIN. Bei Geldautomaten ist die PIN-Eingabe immer notwendig.

Visa Prepaid-Kreditkarten

Visa Prepaid-Karten müssen mit einem Guthaben aufgeladen werden, damit sie als bargeldloses Zahlungsmittel eingesetzt werden können. Ausschließlich dieses Guthaben definiert den Verfügungsrahmen der Karte. Ein Kredit wird nicht vergeben, sodass auch nicht die Gefahr einer Verschuldung besteht. Somit benötigen Prepaid-Kreditkarten keine vorherige Schufa-Auskunft und können auch von Personen mit schlechter Bonität und negativer Schufa-Auskunft beantragt werden.

Bei den Visa-Kreditkarten gibt es verschiedene Abrechnungsarten, die auch abhängig vom Kartentyp sind:

Visa-Kreditkarten mit Debit-Funktion

Karten mit Debit-Funktion bieten einen permanenten Zugriff auf Geld vom eigenen Konto. Bei Zahlungen wird der Betrag umgehend, spätestens nach wenigen Tagen abgebucht.

Visa-Kreditkarten mit Charge-Funktion

Die meisten Kreditkarten sind mit einer Charge-Funktion ausgestattet. Das bedeutet, dass alle Zahlungen, die bis zu einem bestimmten Tag eingehen, einmal monatlich verbucht werden.

Visa-Kreditkarten mit Revolving-Funktion

Revolving-Karten hingegen sind mit einer „echten“ Kreditfunktion ausgestattet. Wie bei den Charge-Karten erfolgt die Abrechnung in monatlichen Abständen, allerdings kann der Karteninhaber hier selbst entscheiden, ob er den Kredit auf einmal und vollständig oder in Raten zurückzahlt.

Visa-Kreditkarten mit Prepaid-Funktion

Karten, die eine Prepaid-Funktion haben, basieren auf einem Guthaben. Das bedeutet, dass nur die Höhe des aufgeladenen Guthabens den finanziellen Verfügungsrahmen definiert. Ein Kredit wird bei diesen Karten nicht vergeben, weshalb sich diese Karten besonders für Personen mit negativem Schufa-Eintrag oder schlechter Bonität eignen. Ansonsten aber können Prepaid-Kreditkarten gleichermaßen eingesetzt werden wie Charge- oder Revolving-Karten.

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